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Die Thulinn upgrade Ständer- und Sub-Bass Kombinationen für BOSE 901 Lautsprecher - ein langersehntes "Plus" im HiFi-Stereobetrieb und ein "Muss" im BOSE 901 Heimkino.


Thulinn steht für Freude an der Musik

Das kann man wörtlich und ganz allgemein nehmen. Mögen Sie Klassik? Jazz? Pop? House? Hiphop? Egal! Ein guter Klang wird Sie für jede Art von Musik begeistern. Handgemachte Musik, gespielt auf echten Instrumenten, am besten live, von guten Musikern, klingt immer gut.
Die menschliche Stimme im allgemeinen gehört zu den schönsten Tönen die wir kennen (Hören Sie dazu einmal die JVC XRCD - Best Audiophile Voices I bis III, erhältlich bei KLANG-STARK). Die menschliche Stimme ist zentraler Orientierungspunkt für Neugeborene, kann Grund späterer Verliebtheiten sein und begleitet uns durch jeden Tag. Genauso ist es mit instrumentaler Musik. Nur echt muss beides sein. Und das ist in der Reproduktion die Aufgabe einer HiFi-Anlage.
Auf einer schlechten HiFi-Anlage haben Sie lediglich Freude an Musik, die Sie sehr mögen (denken Sie beispielsweise an Anhänger von Handy- oder MP3-Abspielgeräten).
Auf einer guten HiFi-Anlage haben Sie Freude an jeder Musik. Durch eine gute Reproduktion fand ich sehr früh den Zugang zu klassischer Musik. Angenommen, Sie sind Brahms Fan: wie lange würden Sie einem Violinkonzert lauschen, das auf einer minderwertigen Stereoanlage wiedergegeben wird? Vermutlich länger, als jemand, der nicht Brahms Fan ist. Wie lange würden Sie einer ganz verrückten, anstrengenden Freejazz Aufnahme lauschen, die Sie sonst nie hören würden, reproduziert auf einer guten HiFi-Anlage? Die Antwort lautet: lange! Denn Sie haben Freude an der Musik. Bei KLANG-STARK können Sie gute HiFi-Anlagen kaufen.




Thulinn steht für Nachhaltigkeit

Im Vordergrund meiner Arbeit steht die Reparatur und Erhaltung von wertigen Lautsprechern. Für wenig Geld kommt man so an die besten Lautsprecher aus den goldenen HiFi-Tagen heran! Damals wurde seitens der Hersteller im Schatten der hohen Nachfrage und unter dem Druck der wachsenden Konkurrenz ein immenser Aufwand an Entwicklungsarbeit betrieben. In dieser Zeit entstanden Klangmöbel, die auch heute noch begehrenswert sind. Die aktuelle KLANG-STARK Ausstellung bietet eine Vielzahl dieser Exoten. Eine gewisse Sonderstellung hat der BOSE 901 Lautsprecher: er wird noch immer gebaut! Seine Qualitäten sind unbestritten. Er polarisiert heute wie vor vierzig Jahren. Liebhaber würden ihn nie tauschen. Der BOSE 901 Lautsprecher ist nicht nur deshalb, sondern vielmehr aus eigener Liebhaberei Schwerpunkt meiner Arbeit. Thulinn steht für Restauration und für klangliche Verbesserungsmaßnahmen. So wurden verschiedene Ersatzteile entwickelt - insbesondere die Thulinn Sicken. Sie bringen ältere Lautsprecher auf den aktuellen Stand der Technik. Weitere Entwicklungen sind individulle Konstruktionen von Lautsprechern, die Thulinn LIVE! Lautsprecher, Klangtuning für BOSE 901 und andere, ...



Geschätzte Aufnahmen

Die Schönheit der Schallplatte liegt nicht nur in der Arbeit, die man mit ihr hat, sondern auch in der Aufnahmequalität. Viele haben damals ihre Schallplatten aufgegeben, und sich die Aufnahmen als CD gekauft. Wie sich herausstellt kann das ein Fehler gewesen sein. Beim "remastern" wird zunächst das - immer vorhandene - Rauschen der (zur Verfügung stehenden) Bandaufnahmen gefiltert. Denn Rauschen auf einer CD? - unmöglich! Dazu werde Kompressoren, Expander, variable Filter, etc, eingesetzt. Das Rauschen und Knacken ist dann weg. Und auch die Dynamik, die Räumlichkeit, die Brillianz - kurz: der Klang. Natürlich exisitieren - oft von Lizenznehmern gefertigt - auch mäßige Schallplattenaufnahmen. Man muss beim Griff in den Plattenschrank eben Glück haben. Tatsache ist, dass in Zeiten der analogen Aufnahmetechnik der zur Verfügung stehende Dynamikumfang der Schalplatte (im Mittel ca. 60 dB) für die Musik genutzt wurde. So manche neue digitale Produktion begnügt sich mit weitaus weniger. Die Aufnahmen werden in der Dynamik bewusst begrenzt - eben dafür, dass sich sich auch auf nicht so guten HiFi-Anlagen verständlich anhören. Die Musikproduktion (Stichwörter: Lautheit, Dynamic Range) passt sich also dem Markt an: die Anforderungen an Klangqualität sind generell niedriger geworden.

Auf der anderen Seite hingegen wächst der Markt audiophiler CDs. Hier werden (insofern es sich um analoge Einspielungen handelt) zunächst einmal musikalisch wertvolle Titel ausgesucht, die bereits von der Aufnahme her herausragend sind. Dann bedient man sich in der Regel der Masterbänder - also der jeweils ersten Kopie des Zusammenschnittes der Aufnahmen (nicht der x-ten Generation, also einer Kopie des Masterbandes). Das Masterband hat praktisch die beste verfügbare Qualität. Diesem soll weder etwas weggenommen, noch etwas hinzugefügt werden. Die Kunst besteht also primär darin, diese Qualität zu verfielfältigen. Das geschieht zwar technisch, jeder Schritt im Prozess zu fertigen Kopie auf CD wird von den Tontechnikern jedoch akustisch überwacht. Bekannte Marken sind Reference Recordings (RR), Mobile Fidelity Sound Lab (MFSL), sowie Japanese Victor Company (JVC) und First Impression Music (FIM), die beide XRCDs (extended architecture CD) und K2 HD Sound CDs herstellen.

Bei Musik, die man als Datei abspielt oder "streamt", muss man darauf achten, dass diese nicht komprimiert ist - also Hände weg von MP3 oder anderen Dateiformaten, die nicht verlustfrei sind. Empfehlenswert sind sogenannte "Masterfiles" - das sind die Originaldateien der Tonstudios.



Tolle Sache: Musik immer und überall. Auch unterwegs kann man guten Klang genießen - hier genügt auch mal eine komprimierte Datei vom Handy!




Insofern möglich,

beantworte ich auch die Frage, die Sie schon lange beschäftigt ... mailen Sie mir Ihr highfidelisches Kopfzerbrechen zu!



Im Internet schreibt ein Dienstleister, Gummisicken würden einzelne Frequenzen überhöhen und den Lautsprecher dröhnen lassen. Aus seien sie schwerer als Schaumstodffsicken. Man sollte bei der Reparatur von alten Lautsprechern auf Schaumstoffsicken zurückgreifen. Sollte man wirklich, obwohl sie nicht lange halten und das Material antiquiert ist?

Das höhere Gewicht einer Gummisicke gegenüber der Schaumstoffsicke macht sie nicht gleich unbrauchbar für die Reparatur. Bedenken Sie, dass die Sicke zu einem Drittel der Fläche am Korbrand verklebt ist. Dieser Teil des Mehrgewichtes ist irrelevant. Der Teil der Sicke, der mit der Membrane verklebt ist, macht diese insgesamt zwar schwerer, muss sie jedoch nicht träger machen. Der Antrieb mit Membrane arbeitet ja nicht gegen das Gewicht der Sicke, sondern gegen den Wiederstand des Sickenwulstes, der sich mehr oder weniger stark gestaltet. Und genau das ist der Punkt: mit modernen Gummimischungen speziell für akustische Anwendungen läßt sich diese Rückstellkraft mit Hilfe der Masse der Sicke (Materialstärke = Dicke) bestimmen. Das bedeutet, dass mit modernen, langlebigen Materialien eine Schaumstoffsicke simuliert werden kann. Schaumstoff hat zudem den großen Nachteil, dass sich die Rückstellkraft durch Betrieb stark verändert. Lange nicht genutzte Lautsprecher müssen immer wieder eingespielt werden. Viel und hochpegelig genutzte Lautsprecher arbeiten dynamischer als in ihrem Mittel. Die Lautsprecherparameter bewegen sich also in weiten Grenzen. Gummi verhält sich nach der Einspielzeit weitgehend neutral. Man kann einen Lautsprecher sogar verbessern, indem man durch Hörtests die optimale Sicke ermittelt!

Mein oberstes Ziel ist eine zeitgemäße Restauration von Lautsprechern. Im Idealfall beinhaltet die Reparatur eine Klangverbesserung. Wenn Schaumstoff besser wäre als moderne Materialien, würde ich ihn verwenden. Warum nicht? Hätten moderne Materialien allgemein genommen gravierende Nachteile (wie z.B. eine Überhöhung einzelner Frequenzen), sollte man sich fragen, warum so gut wie alle renommierten Lautsprecherentwickler auf moderne Materialien setzen. Ein allgemeiner Vergleich einer Schaumstoff- mit einer beliebigen Gummisicke ist unsinnig. Es kommt nämlich auf die Abstimmung an - und da hat eine Gummimischung sicht-, fühl- und wiegbare Vorteile: hier kann das Gewicht und die Masse der Sicke von "hauchdünn/nachgiebig" bis "extrastark/extraschwer" bestimmt werden (in großem Gegensatz zu Schaumstoff, wo nur eine Gewichtung möglich ist). Eine moderne Sicke kann also so konstruiert wrden, dass sie die mechanischen Eigenschaften einer Schaumstoffsicke spiegelt, ohne deren negativen Eigenschaften zu besitzen, wie die (durch Benutzung bedingte) wechselhafte Steifigkeit, die hohen Verzerrungen, das niedrige Bedämpfungsvermögen und die kurze Lebensdauer. So ist es möglich, die Sicke exakt auf den Antrieb der Membran anzupassen und den Lautsprecher zu verbessern. Ihm also mehr Wirkungsgrad und Dynamik zu entlocken. Die Resonanzfrequenz eines Tieftöners kann unter günstigen Bedingungen in Richtung niedriger Frequenzen verschoben werden. Das beschert dem Lautsprecher im Fall des BOSE 901 eine halbe Oktave mehr Tiefgang.

Meine Restaurationsergebnisse bestätigen, dass moderne Materialien meinem Anspruch an eine qualitativ bestmögliche Reparatur besser gerecht werden: sie haben nahezu ideale akustische Eigenschaften. Schließlich haben das auch alle anderen Hersteller erkannt. Sie machen sich die hohe Flexibilität moderner Materialen zunutze, um keine Antriebsenergien zu verschenken. Nicht umsonst sind Lautsprecher heute im allgemeinen kleiner als vor 30 Jahren. Und bieten dabei den Sound großer Lautsprecher, wie man sie eben von früher kennt.

Der eigentliche Grund, warum Schaumstoffsicken von anderen Reparaturwerkstätten propagiert werden, liegt wohl eher in der einfachen Verfügbarkeit begründet. Wer heute zur Reparatur von Lautsprechern Schaumsoffsicken einsetzt, hat entweder kein anderes Material zur Verfügung, oder er setzt sich einfach nicht gebührend für die Sache ein. Schaumstoffsicken sind billig, und die Verarbeitung ist denkbar einfach. Sie wurden bereits vor Jahrzehnten für die gängigsten Lautsprecher kopiert und angeboten. Daher kann man auch nicht sagen, wie lange das Material schon gelagert ist. Sicken aus neuen Materialien müssen in kleinen Stückzahlen angefertigt werden. Dazu sind computergestützte Simulationen, eine akribische Planung, Formen und Werkzeuge nötig. Ein Aufwand, den nur wenige auf sich nehmen wollen. Aber der Weg des geringsten Wiederstandes ist selten der Beste - und wohl kaum für ein so hochwertiges Produkt wie HiFi-Lautsprecher, an denen man möglichst viel Freude haben möchte.



 
   

© Text und Bild: KLANG-STARK, Matthias Stark, 2011